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Vizemeister

2010-07-11 14:56 von Norbert Feulner

Mädchen der Sporthauptschule Gochsheim werden zweimal Deutscher Vizemeister

 

Jugend trainiert für Olympia: Turnerinnen und Schwimmerinnen aus Gochsheim werden Deutscher Vizemeister

 

Für die Sporthauptschule Gochsheim geht ein äußerst erfolgreiches Schuljahr zu Ende. Nachdem das Bogenteam vor einigen Wochen den Titel des Deutschen Vizemeisters im Wettbewerb Jugend trainiert für Olympia errungen hatte machten sich die Schulmannschaften im Gerätturnen und im Schwimmen am Wochenende auf den Weg zu den Deutschen Meisterschaften des Rhein-Main-Donau Schulcups nach Kehlheim. Am Wettkampfende hatte alle Grund  zur Freude: Beide Schulmannschaften erkämpften sich den Titel des Deutschen Vizemeisters. Die Hauptschule Gochsheim darf sich somit mit dem Titel des Deutschen Vizemeisters im Gerätturnen, im Schwimmen und im Bogenschießen schmücken.  Ein wohl einmaliger Erfolg, der in den kommenden Schuljahren schwer zu toppen sein wird, freute sich Schulleiter Oskar Dulemba. Drei Vizemeistertitel habe seines Wissens noch keine Schule in Deutschland gewonnen.

Die Turnmannschaft ging mit Julia und Johanna Heimrich, Sonja Feser, Sarah Wörner und Nadine Woitowitsch an die Geräte Pferdsprung, Stufenbarren, Schwebebalken und Bodenturnen.

Die fünf verschiedenen Schwimmdisziplinen absolvierten Jessica Reck, Hannah Wörner, Melanie Cerny, Vanessa Jopp, Theresa Hey, Melanie Steglich, Christina Stolper, Franziska Reinhardt und Manja Ebert. 

Lehrerin Dagmar Palmer betreut die Schwimmmannschaft der Schule und erzählt von Schwierigkeiten im Vorfeld. Ihre Kollegin Monika Baumann ist Betreuerin der Turnmädchen. Leider befindet sie sich seit dem Gewinn der Bayerischen Meisterschaften im Krankenstand. Da die Wettbewerbe zeitgleich stattfanden musste man nach einem Ersatz suchen und fand ihn in der Schülerin Janina Wolf aus der zehnten Jahrgangstufe. Trotz bevorstehender Prüfungen unterstützte sie die Turnmädchen in fachlichen Fragen und Konrektorin Marianne Mann assistierte als Betreuerin.

Auf Grund von Krankheitsausfällen musste auch die Schwimmmannschaft in vielen Positionen neu besetzt werden, berichtet Dagmar Palmer. Doch die Schwimmmädchen lagen von Anfang an auf dem zweiten Platz und konnten diesen den ganzen Wettkampf über verteidigen, freute sich Palmer. Auch die Schwimmerinnen, die neu in die Mannschaft kamen, haben gekämpft und sind Bestzeiten geschwommen. Am Ende stand eine Gesamtzeit von 15:37:26 Minuten für die Gochsheimer Mädchen. Das bedeutete Platz zwei vor der Graf-Salentin-Schule aus Jünkerath in der Eifel, die eine Gesamtzeit von 13:11:15 Minuten vorlegten. Die Erstplatzierten waren einfach zu stark und in diesem Jahr noch unerreichbar, meinte Schwimmtrainerin Dagmar Palmer. Warten wir das nächste Jahr ab, meint sie optimistisch.

Die Turnmannschaft war Titelverteidiger und ging komplett und gesund in den Wettkampf. Leider sei die Anspannung sehr groß gewesen, weil die Meisten in der gleichen Woche noch zum Qualifizierenden Hauptschulabschluss antreten mussten. So traten bei einigen Übungen Leichtsinnsfehler auf, die gleich mit Punktabzügen bestraft wurden. Die Mädels rissen sich zusammen, holten nach dem zweiten Gerät zum Endspurt auf und machten Plätze gut. Dennoch verpasste die Mannschaft den Deutschen Meistertitel um nicht einmal einen Punkt. 0,75 Punkte fehlten zur Siegermannschaft, der Realschule aus Bad Sobernheim. Die Enttäuschung war groß und einige Tränen mussten getrocknet werden. In der Einzelwertung gingen die Plätze zwei bis vier an Turnerinnen aus Gochsheim. Julia Heimrich wurde Zweite mit 57,2 Punkten. Ihre Schwester Johanna Heimrich wurde Dritte mit 55,05 Punkten und Sonja Feser belegte den vierten Platz der Gesamtwertung mit 53,65 Punkten.

Den Wettkämpfen vorausgegangen war ein umfangreiches Rahmenprogramm vor dem Wettkampftag. Nach dem Einchecken in der Jugendherberge in Regensburg nahmen alle an einer Fahrt auf der Donau teil. Altmühltal und Donaudurchbruch waren ein ergreifendes Naturerlebnis, bestätigen die Sportlerinnen.  An Bord gab es eine Nudel-Party, Disco für alle Schüler und eine Breakdance Vorführung. Anstrengend war die Rückfahrt erzählen die Schülerinnen. Nach Zugverspätungen und stundenlangem Stehen im Zug kamen alle erschöpft aber glücklich zu Hause an.

 

 

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