The Oscar goes to....
The Oscar goes to Herrn Dulemba
Oscarverleihung für Gochsheimer Rektor Oskar Dulemba
Oskar im Doppelpack – live genossen und in Gold gegossen
Protestmarsch: Unser Rektor ist OK, unser Rektor soll net geh!
Mit einer fulminanten Oskar-Show verabschiedete die Mittelschule Gochsheim ihren langjährigen Rektor Oskar Dulemba in die Ruhephase der Altersteilzeit. Schüler und Kollegium überraschten den bei Schülern, Eltern und Kollegen beliebten Dulemba mit einer Feier, die mit der Verleihung eines „Oscars“ gipfelte und hatten dazu auch einige Überraschungsgäste, wie seinen Seminarleiter Günther Hahn und Beatrix Lieb, eine ehemalige Schülerin aus der 5. Klasse in der kleinen Schule in Schönderling, wo er 1975 seinen Vorbereitungsdienst absolvierte, eingeladen. 36 ½ Jahre war Oskar Dulemba Lehrer und Erzieher, davon 20 ½ Jahre in Gochsheim.
Konrektorin Marianne Mann und ihr pensionierter Vorgänger Norbert Epp führten durch das Programm, suchten nach schwarzen Flecken auf seiner weißen Weste und fragten: Was zeichnet ihn besonders aus? Ist er einer Prämierung mit dem Oscar würdig? Schüler, Lehrerteam, Eltern, Schulamt und Weggefährten des Schulleiters wurden gehört und sagten: Danke für die gute Zeit!
Die Musikgruppe blies den Rektorenmarsch. Die Schüler organisierten eine Schülerdemo „Unser Rektor ist OK, unser Rektor soll net geh! Die Kollegen lobten sein besonderes, partnerschaftliches Verhältnis ebenso, wie sein kriminalistisches Geschick im Schulalltag (Oskar erschnüffelt alles), seine hellseherischen Fähigkeiten und seinen besonderen Draht zum Wettergott Petrus, der bei vielen Schulveranstaltungen nützlich gewesen sei.
Dulembas ehemaliger Seminarleiter Günther Hahn bezeichnete seinen damaligen Schützling als Pädagogischen Superstar, der an der kleinen Schule in Schönderling dynamisch, geistreich und locker mit seinen jungen, neuen Ideen eine pädagogische Revolution verursachte, denn was heute an den Schulen selbstverständlich ist, war Ende der 70er Jahre geradezu revolutionär, so Hahn und beim alten Schulleiter der Rhönschule nicht gern gesehen. Hahn überreichte an Oskar Dulemba einen Pestalozzi-Orden, der zu DDR-Zeiten für besonderes pädagogisches Wirken verliehen wurde.
Bürgermeister Wolfgang Widmaier blickte zurück auf über 20 Jahre des Schulleiters in Gochsheim. Begleitet vom Wandel in der Bildungspolitik baute man ab 1995 das neue Schulgebäude, unterrichtete bis Juli 1997 im Containerdorf. Lehrkräfte und Rektor konnten an der Schulhausgestaltung mitwirken und viele Ideen seien dabei eingeflossen. Unvergesslich bis heute sei die beeindruckende Aufführung der Schule zur 1200-Jahr-Feier der Gemeinde, wo die Schule die Geschichte Gochsheims darstellte. Zum guten Ruf der Schule in der Öffentlichkeit tragen bis heute eine Reihe von ausgezeichneten Aufführungen bei. Ein letztes Anliegen Dulembas, ein eigener Schul-Sozialarbeiter, stehe noch im Raum und er hoffe, dass auch dieser Wunsch bald verwirklicht werden könne. Die Einführung der M-Klassen, der gebundenen Ganztagesschule, der Bau der Mensa die Ernennung zur Sporthauptschule, aber auch die Comenius-Projekte mit dem Blick in andere Staaten und Lehrmodelle seien ebenso wie die Bildung der Mittelschulverbünde, unter der Regie von Rektor Dulmba verwirklicht worden. Heute besuchen nicht nur Schüler aus Gochsheim und Grettstadt, sondern auch Schüler der Nachbargemeinden aus Schwebheim, Sennfeld und Schonungen die Mittelschule Gochsheim.
Leitender Schulamtsdirektor Jürgen Eusemann befand Dulemba „oscarwürdig“.Das Wohl seiner Schülerinnen und Schüler standen bei Dulemba im Mittelpunkt aller schulischen Maßnahmen. Eine ganzheitliche, wenn möglich ganztägige Erziehung, das Setzen von Grenzen und eine umfassende Ausbildungsreife seien Schwerpunkte seiner schulischen Arbeit gewesen. Er appellierte an die Oscarverleihungskommission die Auszeichnung zu überreichen, denn die zahlreichen Erfolge als Schulleiter basierten auf einem reichen Erfahrungsschatz, einer ausgezeichneten fachlichen Kompetenz und höchsten menschlichen Qualitäten. Mit seiner ruhigen Art, seinem Zuhörenkönnen, seinem Gespür für Menschenführung, seinem Fingerspitzengefühl in Problemsituationen, seinem ausgeprägten Berufsethos und sein Humor, hätten so manche Störung vertreiben können.
Am Ende nahm Dulemba die Oscarstatue aus den Händen seiner Laudatoren entgegen, bedankte sich bei Altbürgermeister Walter Korn, ebenso wie bei Bürgermeister Widmaier für die immer Beste Ausstattung seiner Schule. Er dankte dem Schulamt, das „auserwählte Lehrerkollegen“ an die Schule schickte, denn „Alles ist immer die Leistung des gesamten Kollegiums“, so Dulemba. Ihm selbst habe es zu jeder Zeit Spaß bereitet Schüler auf dem Weg zum Selbstständigwerden zu begleiten. Nun freue er sich auf den Ruhestand und viel gemeinsame Zeit mit seinen Enkelkindern. Mit den Worten: „Ich habe fertig!“ verabschiedete er sich.
Gleichzeitig verabschiedete die Schule Lehrer Bernhard Götz in die Altersteilzeit und überreichte ihm einen hölzernen „Bernie“ als „Super Medialen Computertechnischen“ Sonderpreis. Denn Götz war lange Jahre Systembetreuer der Schule, hat die Computerausstattung der Schule betreut, Beamer und Whiteboard-Tafeln, sowie das E-Learning an der Schule eingeführt.




