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Schule und Betriebe

Go for Schule und Betrieb“

Perspektiven für die Zukunft will die Hauptschule Gochsheim ihren Schülern bieten. Dazu startete die Schule eine Ausbildungsinitiative, die nun als „Go for Schule und Betrieb“ angelaufen ist. Ziel, so die beiden Lehrkräfte Marco Forner und Daniel Kamm, sei die Zusammenarbeit von Schule und Betrieben zu intensivieren, die Suche nach sinnvollen Praktikumsstellen für die Schüler zu erleichtern und die Bewerbungssituation der Schülerinnen und Schüler zu verbessern. Langfristig, so die Idee, sei die Durchführung eines sich jährlich wiederholenden Bewerbertages für die Schüler der 8. Klassen und die Schüler der 9. Klasse im M-Zweig geplant. In der Öffentlichkeit werde nicht wahrgenommen, was die Hauptschule leiste, dass durchaus leistungsfähige Schülerinnen und Schüler die Hauptschule besuchten und von dort in die Berufswelt entlassen würden, verdeutlichte Schulleiter Oskar Dulemba. Diesen Schülern wolle man mit „Go for Schule und Betrieb“ eine bestmögliche Chance bieten eine zu ihm passende Ausbildungsstelle zu finden.
Als erste Schritte hatte die Schule 146 Gewerbetreibende im Schulsprengel Gochsheim/Grettstadt ausfindig gemacht. Alle Betriebe wurden gebeten einen Fragebogen auszufüllen mit Daten und Fakten zur Firma und den Anforderungen, die an Lehrlinge gestellt würden. „34 Betriebe haben geantwortet“, berichtet Dulemba. „Mit diesen Betrieben stehen wir nun in engerem Kontakt“. Im AWT-Unterricht (Arbeit-Wirtschaft-Technik) haben die Schüler große Plakate gefertigt, die nun in der Aula hängen. Die Firmen werden darauf vorstellt, man kann sich informieren welche Berufe wo ausgebildet werden und was wichtig in den einzelnen Berufssparten ist. Erstes Ergebnis der Aktion: 16 Firmeninhaber haben bereits Praktikumsplätze für die Schüler der Hauptschule zur Verfügung gestellt.

Als zweiter Schritt erfolgte nun ein Infoabend für die Betriebe, bei dem die Schule bei den Betriebs- und Firmeninhabern dafür warb, am geplanten Bewerbertag teilzunehmen. Da die Resonanz mit12 anwesenden Firmeninhabern nicht berauschend war, sicherte Dr. Gunter Schecher, als Vorsitzender des Gochsheimer Gewerbevereins, zu, dass die Schule ihre Aktion „Go for Schule und Betrieb“ bei der nächsten Mitgliederversammlung des Gewerbevereins vorstellen könne. Schulleiter Oskar Dulemba stellte heraus, dass es bei einer Zusammenarbeit durchaus auch für die Betriebe Vorteile gebe. So könnten sich die Firmeninhaber am Bewerbertag einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit und den Sozialkompetenzen der Schüler verschaffen durch das persönliche Kennenlernen potenzieller Bewerber.
Ein Bewerbertag soll so ablaufen, dass sich die Schüler im Vorfeld je nach ihren Interessen bei den einzelnen Betrieben mit vollständiger Bewerbungsmappe bewerben. Wobei maximal vier Bewerbungen pro Betrieb eingehen sollen. Am Bewerbertag, geplant ist ein Samstag, kommen die Firmeninhaber in die Schule, stellen ihren Betrieb vor und stehen für Vorstellungsgespräche in Realsituation mit anschließender Reflexion zur Verfügung. Welche Schüler die Vorstellungsgespräche bestreiten, bestimmt der Firmeninhaber. Das Modell ist angedacht für Betriebe, egal, ob ausgebildet wird oder nicht, erklärt Lehrer Marco Forner. Es sei als Hilfestellung für Schüler, Lehrer, Eltern und Betriebe zu sehen, keinesfalls bestehe eine Verpflichtung einen Ausbildungsplatz bereitzustellen, stellt er klar. Der frühe Kontakt zur Arbeitswelt öffnet den Jugendlichen die Augen, was wichtig ist, verdeutlicht Lehrer Daniel Kamm, eventuell könnten sogar noch Zeugnisnoten „aufgepimpt“ werden. Wenn möglich, so der Wunsch der beiden Lehrer Forner und Kamm soll ein Bewerbertag in der Gochsheimer Hauptschule noch in diesem Frühjahr auf die Beine gestellt werden.